Hot threesome stompers

Heiner Krause , Bandleader der Lörracher Sugar Foot Stompers .Egal ob Banjo , Waldhorn , Trompete oder eines seiner 468 Instrumente , alles wird verheizt .Eine Euphorie und Begeisterungsfähigkeit , die jeden Saal in ein biotopisches Feuchtgebiet umwandeln wird.

Hiroki Ichikawa, direkt von den Tokio Kamikaze Stompers in den achtziger nach Basel ausgewandert .Kein Holzblasinstrument, das nicht schon unter ihm gelitten hätte .Ein Sound , der einen geradewegs an die großen Zeiten der Samurai    erinnern  lässt . Stechend klar, mit großem  Pathos und einer wieselartigen Virtuosität, lässt er die Herzen aller  zuhören höher schlagen .   

 Dirk Amrein ,  Initiator der „ hottest band on earth „ , Blechmusiker par excellence heizt mit seinem „Russenpanzer“ kräftig ein .Eine drum n’ bass maschine , die einem feuerspeienden tanzenden Ungeheuer gleicht . Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Dr.Jeckyll und Mr. Hyde .

Heiner Krause ,bandleader of the „Sugar Foot Stompers“ .No matter which of his 468 instruments he is gonna playing , every single one gets hot and nasty .His joy and enthusiasm will immediately run thru your vains.

Hiroki Ichikawa , was immigrating in the 80 `s , from the Tokio Karate Stompers to Basel.Every wood instruments fears him. Being in the tradition of a samurai  , his sound is clear ,his fingers are faster  then the latest model of Toyota .

Dirk Amrein, founder of Hot Threesome Stompers , plays his helikon “ the  Russian Tank” , like a weapon from the cold war . A drum`n bass machine which is close to a fire spitting dancing monster .Please ask Dr Jeckyll and Mr Hide for risks and side effects .

Genuss vom ersten bis zum letzten Ton 

Jazz-Abend mit den „Hot Threesome Strompers“ begeistert Publikum im Bürgersaal Strittmatt 

Die Zuhörerzahl war zwar eindeutig unter Niveau, dafür aber der Beifall für die wahrhaft grandiose Darbietung umso lauter und enthusiastischer. Es war die reine Wonne, den drei Musikern zu lauschen, und auch die übrigen Sinne kamen bei diesem Konzert nicht zu kurz. Die „Hot Threesome Stompers“ aus dem Dreiländereck boten New Orleans-Dixiland vom Feinsten, die Zuhörer konnten nebenbei unter anderem zwischen dem Genuss von Whisky und Leberwurststullen wählen, und Robert Fritz hatte eigens für die nach vierjähriger Pause neben den Ausstellungen erstmals wieder angebotene Veranstaltung von ARTratHAUS ein neues Bühnenbild geschaffen.

Bandleader Heiner Krause, genialer Moderator und ein Meister im fliegenden Wechsel zwischen Banjo, Trompete und die 20-Jahre-Kunststimme herrlich in Szene setzendem Megafon, ließ nicht nur seine Augenbrauen bei den zwanglos eingestreuten Pointen vielsagend auf und ab wandern, er hatte selbstverständlich auch die dunkle Blues-Brille und den Cowboyhut parat. Dirk Amrein betätigte – eine auch physische Höchstleistung – unermüdlich seine Drum-Bass-Maschine, den Oberkörper umhüllt von einem riesenhaften Helikon, das er als grooviges Bassfundament ebenso nutzte wie zu virtuosen Soli, und die Beine im steten Auf und Ab zwischen Trommel und Becken. Hiroki Ichikawa schließlich spielte jeden einzelnen seiner Begleittöne während der Soli seiner Kollegen mit der gleichen Präsenz wie die eigenen wieselflinken Laufpassagen seiner Klarinetten- und Saxophonsoli und setzte seine faszinierende Blastechnik in unendliche Melodiegirlanden von mitreißender Ausdruckskraft um. 

Bei Duke Ellingtons „Creole Love Call“ mit seinem typischen langsamen, leicht wehmütigen Sound und dem Bass, der sich zu einem grandiosen Solo aufschwang, konnten sich die Zuhörer in die feuchte Wärme der nächtlich-schwülen Gassen des French Quarter versetzt fühlen mit seinen zahllosen kleinen Kneipen, aus deren Türen die typischen Klänge des New Orleans-Jazz tönen. Bei der Louis Armstrong-Nummer „On the Sunny Side of the Street“ wechselte Dirk Amrein kurz vom größten zum kleinsten Instrument und legte auf seiner Minitrompete ein Solo hin, bei Sidney Bechets sagenhaftem Titel „Petite Fleur“ schmolz das Auditorium dahin unter den Klängen von Hiroki Ichikawas Sopransaxophon und beim „Tiger Rag“ begeisterten die drei Vollblutmusiker mit sensationellen Stopps und atemberaubendem Tempo.

Der „Tishomingo Blues“ von Spencer Williams offenbarte drei phantastisch vor sich hinträumende und dabei kongenial verbundene Solobläser. Die Vielfalt im Detail, die Flexibilität im Ganzen waren gigantisch, jeder Titel ein Hit, reine Spielfreude auf der einen, helle Begeisterung auf der anderen Seite. Am Schluss blieb Wolfgang Fröse, der versprach, in Zukunft regelmäßiger solche Konzertabende mit dem ARTratHAUS-Team anzubieten, nichts anderes übrig, als bei der dritten Zugabe, dem Kulttitel „Ice Cream“, den Vorhang zuzuziehen, um den Musikern ihren wohlverdienten Abgang zu ermöglichen.